Sonntag, 28. Mai 2017

Bis bald...


Jetzt ist es also soweit. Während ihr das hier lest, bin ich schon unterwegs und wahrscheinlich bereits meine ersten Etappen gelaufen, habe eventuell tierischen Muskelkater in den Beinen und mir sicher öfter die Frage gestellt, ob das denn alles sein muss...

Die Antwort auf die Frage ist ganz einfach und die weiß ich schon im Vorfeld: Ja, es muss! Ich freue mich total auf diese Reise und auf die Dinge, die da kommen. Ob und wie ich die drei Wochen schaffe, macht mir überhaupt kein Kopfzerbrechen. Wo ich am Nachmittag landen werde, lasse ich auf mich zukommen. Auch wo ich übernachte, ob in einer der Pilgerherbergen, einer privaten Unterkunft oder in einem Hotel, darüber mache ich mir jetzt noch gar keine Gedanken. Denn es ist ja keine Einöde, in die ich aufbreche, sondern der Pilgerweg in Nordspanien. Und ich bin auch nicht der erste Mensch, der darauf wandelt, sondern ganz viele Menschen sind jährlich dort unterwegs und es geht laut Reiseberichten teilweise ziemlich touristisch zu. In Spitzenzeiten muss man sich sogar sehr zeitig morgens auf den Weg machen, damit man noch einen Platz in einer Herberge bekommt. Aber laut Reiseführer und Internet ist das Ende Mai nicht zu befürchten. Wie gesagt, ich lasse es auf mich zukommen. Außerdem bin ich nicht alleine, meine Schwester wird stets an meiner Seite sein.

Was mir etwas Sorgen bereitet, ist der Umstand, dass ich Ende April irgendwie falsch aufgetreten bin und seitdem macht meine rechte Ferse erhebliche Probleme. Das hat mich total geärgert, denn ich konnte ab dann nicht mehr Joggen gehen oder mich sonst irgendwie vorbereiten, sondern musste mich schonen und den Fuß weitestgehend ruhig halten und nicht unnötig belasten. Die mehrtätige Probewanderung im Sauerland musste ich leider absagen. Mit Hilfe eines Orthopäden und Medikamenten ist der Zustand jetzt stabil und ich hoffe doch sehr, dass die Ferse die Zeit einigermaßen gut übersteht. 

Und jetzt noch mal zu der viel gestellten Frage, warum ich das mache. Also, letztes Jahr sah ich es als sportliche Herausforderung. Das Ganze hatte für mich überhaupt keinen religiösen oder spirituellen Hintergrund. Im Laufe des letzten halben Jahres hat sich das allerdings gewandelt. Jetzt möchte ich vordergründig eins, mir über einige Dinge klar werden, den Kopf frei kriegen und mich neu sortieren. Vielleicht gelingt mir das, vielleicht aber auch nicht. Auch hier stelle ich keine großen Ansprüche an mich selbst, denn das würde nur Druck bedeuten und zusätzlichen Druck kann ich momentan überhaupt nicht gebrauchen. Ich lasse es einfach auf mich zukommen und wenn der Weg nichts "mit mir macht", dann war es zum Schluss vielleicht einfach nur eine Erfahrung.

Eine schöne Geschichte möchte ich allerdings noch mit euch teilen. Ich besuche derzeit einen Kurs, da geht es um das innere Kind und bereits am ersten Kursabend ging es schon sehr emotional zu. Neben mir saß eine nette Frau und ich erzählte ihr, dass ich am letzten Kursabend nicht da sei, da ich pilgern würde. Am darauffolgenden Kursabend überreichte sie mir ein Heft. Sie sagte, ich könne meine Gedanken aus dem Kurs und die von meinem Weg da hinein schreiben. Ich schlug das Heft auf und sah, dass sie mir auf die erste Seite einen Spruch geschrieben hatte. Da war ich wirklich sprachlos und auch sehr gerührt und fand das einfach nur total toll und sehr lieb, denn eigentlich sind wir uns ja fremd. Dieses Heft werde ich nun mit auf die Reise nehmen und es mit meinen Gedanken füllen. Und mich nach der Reise mit der Frau zu einem Kaffee treffen, wenn sie mag.

Und jetzt zum Blog: Ich habe erst überlegt, ob ich hier auf dem Blog einfach weiter mache, die Posts vorproduziere und entsprechend schalte. Aber ich habe mich dagegen entschieden und daher wird es hier eine Blogpause geben. Vielleicht ist das unklug, denn wie wahrscheinlich die meisten von uns, möchte ich auch nicht zu lange von der Bildfläche verschwinden und nicht in Vergessenheit geraten. Doch auch darüber kann ich mir jetzt nicht große Gedanken machen, die sind momentan mit anderem beschäftigt.

Also, meine Lieben, ich bin dann jetzt mal weg und hoffe, dass ihr ab dem 19.06. wieder hier vorbei schaut. Bis wir uns wiederlesen wünsche ich euch alles Gute und eine schöne Zeit.

Bis bald...

Sabine






Kommentare:

  1. Ich wünsche dir eine gute Zeit Beate S.

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  2. Liebe Sabine,
    ich wünsche dir alles Gute auf deinem Weg. Ich werde Dich nicht vergessen, sondern gespannt erwarten, was Du davon berichten wirst.
    Liebe Grüße
    Sabine

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  3. Liebe Sabine, jetzt liest Du das wahrscheinlich nicht mehr, aber ich wünsche Dir trotzdem eine gute Zeit und vielleicht auch die eine oder andere wertvolle Erfahrung. Am Ende zählen ja die kleinen Schritte, um eine große Reise zu machen und was wirklich wichtig ist, merkt man auch immer noch besten, wenn man sich mal auf Wesentliche reduzieren muss. Na dann, bleib fit und bis Mitte Juni!

    Liebe Grüße

    Hasi

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  4. Alles Alles erdenklich Gute auf Deinem tollen Weg.
    Ich finde die Blogpause besser, ehrlich gesagt. Wir sind alle noch da wenn Du wiederkommst und mordsmäßig gespannt auf Deine Berichte!
    Liebe Grüße tina

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  5. Alles, alles Liebe für den Weg und auf dass der Weg das Ziel werden möge :-) Ich bin sehr gespannt, was du in drei Wochen zu erzählen hast. Und ich drücke die Daumen, dass die Ferse mitspielt!
    Liebe Grüße
    Fran

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  6. Vergessen, nur wegen 3 Wochen? Auf gar keinen Fall. Ich bin ungemein gespannt, was Du berichten wirst.
    Genieße die Zeit mit Dir.

    Gabriele

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  7. Liebe Sabine, ich wünsche dir alles Gute und eine spannende und erkenntnisreiche Wanderung. Auch auf die Gefahr hin, dass du das wohl erst liest, wenn du wieder zu Hause bist. ;)

    Alles Liebe,
    Anna

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  8. Ich wünsche Dir eine gute Zeit liebe Sabine :)


    Liebe Grüße Sabine

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  9. Ich wünsche dir eine phantastische Zeit und komm gesund zurück. Natürlich werde ich ganz gespannt am 19. hier 'reinschauen. Alles Gute euch beiden :-)

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  10. Alles Gute und komm gesund zurück....

    Ganz liebe Grüße,

    Frank

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